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Restschmutzanalysen von Bauteilen

Ebenso wie bei Flüssigkeiten sind für die Bauteile eine exakt definiert Anzahl und Art von Partikel zulässig, welche das Schädigungsverhalten der Komponenten positiv oder negativ beeinflussen.

Um eine Aussage über die Partikelfracht an Bauteilen zu erhalten, ist es erforderlich mit reproduzierbaren Vorgängen diesen Verschmutzungsgrad zu ermitteln.

Neben der Dokumentation der Partikelfracht ist die Dokumentation der Umgebungsbedingungen bei der Entnahme wichtig, damit evtl. Kontaminationen durch eben diese äußeren Einflüsse minimiert und/oder vermieden, aber auf jeden Fall bekannt sind.

Zu beachten ist auch, dass die zu prüfende Bauteile nach der Entnahme in geeignete KLT-Behälter oder in spezielle Folien verpackt werden, damit beim Transport keine Schäden und somit keine zusätzlichen Kontaminationen entstehen.

Nach dem Transport müssen die Bauteile in ein speziell dafür ausgerüstetes Prüflabor eingeschleust und geprüft werden. Dabei werden die Partikel entsprechend einer bereits bekannten oder einer neu definierter Extraktionsmethode gezielt mit einer Prüfflüssigkeit vom Bauteil gelöst und durch geeignete, präparierte und konditionierte Filtermembranen gefiltert.

Die so gewonnene Partikelfracht, besteht aus einer Anzahl von diversen, zu diesem Zeitpunkt noch undefinierten Partikelanzahl, Art, Größe und chemischen Zusammensetzung. Nach einer weiteren Präparation der belegten Membranen, werden entsprechend dem Analyse- und Engineeringauftag geeignete Auswertemethoden angewandt.

Die schnellste Methode, welche jedoch nur geeignet ist um eine gewichtsmäßige Aussage zu erhalten, ist die Gravimetrie. Bei dieser Methode werden die Gewichtsanteile der Partikelfracht gewogen und ausgewertet. Diese Auswiegung findet bei der Quality Analysis mittels einer hochauflösenden Laboranalysewaage mit eine Auflösung von 0,00001 Gramm statt. Fünf Stellen nach dem Komma bieten eine bestmögliche Aussagekraft für statistische Auswertungen und Vergleichsmessungen.

Analysemethoden mit deutlich höherer Aussagekraft bezüglich der Qualifizierung der Partikelfrachten können erreicht werden mittels Partikelanalyse durch Rasterelektronenmikroskopie mit EDX und/oder mit polarisierender Auflichtmikroskopie.