Partikelanalyse mittels Auflichtmikroskopie
Partikelanalyse mittels Auflichtmikroskopie ist neben der Gravimetrie eine weitere Analysemethode um die durch Extraktion gewonnene Partikelfracht auf dem Analysefilter zu beurteilen und reproduzierbare Ergebnisse zu liefern, ergibt aber durch die Prüfsystematik bedingt, deutlich bessere und umfassendere Informationen über die ermittelten Partikel und lässt so eine qualifiziertere Aussagekraft zu.
Je nach Spezifikation und Anforderung des Kunden, werden die Partikel hinsichtlich ihrer Größe und der Anzahl ausgewertet. Genau so wie die Größe und Anzahl der Partikel, ist die Unterscheidung zwischen metallischen- und nichtmetallischen Partikeln sehr wichtig. Auch Fasern spielen eine immer bedeutendere Rolle in der technischen Sauberkeit.
Folgende Relevanzklassen von Partikeln sind derzeit überwiegend definiert
- metallische Partikel :
oft die einzig relevanten, da funktionskritischen Partikel - Fasern :
meist durch Handling und Probenvorbereitung unvermeidlich aber überwiegend noch irrelevant. Häufig die längsten Partikel auf den Filtermembranen - sonstige nichtfaserige, nichtmetallische Partikel :
können durch ihre Farbe und Form aus Aussagen über Fremdeinflüsse liefern (z.B. Transportverpackung, Ladungsträger, Umwelteinflüsse etc.)
Funktionsweise der Analyse mit polarisiertem Licht
Die Unterscheidung Metall zu Nichtmetall wird mit einer automatischen Polarisationseinrichtung durchgeführt. Dieses patentierte System lässt eine gesicherte Erkennung und Unterscheidung der Partikel auf metallische oder nicht-metallische Basis zu, im Gegensatz zu einer herkömmlichen Mikroskopie die nur eine an Helligkeitsunterschieden orientierte Auswertung zulässt.
Bei der Verwendung von automatischen Systemen mit polarisiertem Licht werden die Partikel mit linear polarisiertem Licht beleuchtet. Je nach Winkellage von Metallpartikeln erscheinen entsprechend der vielen Oberflächen einzelne Flächen mit reflektierenden oder dunklen Stellen. Die reflektierenden Oberflächen sind Spiegel, da freie Elektronen kein Licht in das Material eindringen lassen. Daher ist das reflektierte Licht weiterhin linear polarisiert.
Wird das reflektierte Licht nun durch einen linearen Polarisationsfilter analysiert, dessen Durchlassrichtung senkrecht zu dem eingestrahlten Licht ist, so werden alle metallischen Reflexe ausgeschaltet.
Diese Eigenschaften kennzeichnen Metalle.
Diese spezielle Spiegelungseigenschaften der Metalle werden von dem JOMESA Auswertesystem zur Unterscheidung benutzt.
Eine detaillierte Dokumentation mit Bildern ist Bestandteil der Auswertung.
Um die vielfältigen Anforderungen im Bereich der Partikelanalyse mittels Auflichtmikroskopie wirtschaftlich und technologisch Kompetent dem Markt als Dienstleistung anbieten zu können, hat die Quality Analysis hierzu ein vollautomatisches und bewährtes Mikroskopiersystem der Firma JOMESA angeschafft. Das System verfügt über sehr umfangreiches Zubehör.
Nähere Informationen und technische Daten zum Auflichtmikroskop erhalten Sie unter Leistungsspektrum.